Presse

11.04.2014 | Der PLATOW-Brief

Brüderle im Gespräch mit Müller-Vogg

Romane schreiben sich nicht so leicht auf wie Gespräche mit Prominenten, schon gar nicht für einen Journalisten, der sich, wie Hugo Müller-Vogg (lange „FAZ“ und jetzt „Bild“), vor allem aufs Frage und-Antwort-Spiel versteht. Müller-Vogg hat aus seiner Profession ein kleines Geschäftsmodell entwickelt, indem er seit einigen Jahren in schöner Regelmäßigkeit Gesprächsbände vorlegt, mit Wirtschaftsführern wie Reinfried Pohl, aber noch häufiger mit Politikern, etwa Angela Merkel, Horst Köhler und ganz aktuell Rainer Brüderle. (…)

Der Band mit und über Köhler war gut getimt und ging nach Angaben des Autors wohl an die 80 000 Mal über die Ladentheke. Auch das jetzt im Lau-Verlag erschienene schmale Brüderle-Buch (150 S.; 14,95 Euro) hat Potenzial.

Die vielen, nicht immer ganz fairen Verrisse im Vorfeld der Präsentation, zu der der Verlag am vergangenen Mittwoch nach Berlin lud, hatten das Interesse der Öffentlichkeit enorm angeheizt. Brüderle und Müller-Vogg konnten ihr Buch denn auch vor den vollbesetzten
Rängen der Bundespressekonferenz vorstellen. Diesmal hatten Eskalation und Skandalisierung beiden zum Vorteil gereicht. Vor Monaten wurde Brüderle in einer hanebüchenen Sexismus-Debatte Unrecht getan und die FDP aus dem Parlament katapultiert.

Quelle: Der PLATOW-Brief vom 11. April 2014



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