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16. Oktober 2016

Der Fall Al-Bakr – Behördenversagen auf ganzer Linie?

Am Mittwochabend erhängte sich der Terrorverdächtige Jaber Al-Bakr in seiner Zelle in einem Leipziger Gefängnis. Kritiker werfen der sächsischen Polizei und Justiz Versagen vor. Sie hätten sowohl bei der Verhaftung als auch bei der Unterbringung des Syrers Fehler gemacht. Oder haben die Behörden richtig gehandelt? Welche Konsequenzen müssen aus dem Fall Al-Bakr gezogen werden?

Al-Bakr war am Montag in Leipzig festgenommen worden, nachdem er der Polizei am Samstag bei einem Zugriff noch entkommen war. Andere syrische Flüchtlinge, bei denen er untergeschlüpft war, hatten ihn der Polizei übergeben. Al-Bakr soll einen Sprengstoffanschlag auf einen Berliner Flughafen vorbereitet haben. In seiner Wohnung wurden mehrere hundert Gramm eines hochgefährlichen Sprengstoffes gefunden. Nach Erkenntnissen des Verfassungsschutzes plante er die Tat im Namen des sogenannten Islamischen Staates. Seine Familie berichtet, dass er im letzten Jahr nach Syrien gereist sei. Zudem ergeben sich nach den Ereignissen in Sachsen Fragen zur deutschen Sicherheitslage. Hat sich die Bedrohung durch Terrorismus für Deutschland weiter verschärft? Wie eingehend müssen und können Flüchtlinge kontrolliert werden? Sind die Untersuchungsbehörden gut genug vernetzt?

Darüber diskutiert ARD-Programmdirektor Volker Herres am Sonntag im ARD-Presseclub mit den Gästen:

Annette Binninger, Sächsische Zeitung
Mariam Lau, Die Zeit
Hugo Müller-Vogg, Publizist
Heribert Prantl, Süddeutsche Zeitung

Das Erste, Sonntag, 16.10.2016, 12.03 – 12.45 Uhr.



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